Giese
und
Schweiger

Ludwig Ferdinand Graf

1868 Wien - 1932 Wien

Der 1868 in Wien geborene Ludwig Ferdinand Graf war zunächst Schüler seines Vaters, des Malers Ludwig Graf, bevor er an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl, August Eisenmenger und Leopold Carl Müller studierte. Anschließend verließ er Wien. In Paris besuchte er die Académie Julian. Er hielt sich auch in der Bretagne auf und reiste nach England, Belgien, Holland, Deutschland und Italien. 1894 kehrte Graf nach Wien zurück. Bald war er Mitglied des Künstlerhauses, wo er regelmäßig ausstellte. 1901 trat Graf dem neugegründeten Hagenbund bei, dessen Präsident er 1909 wurde. Landschaft und das Porträt bilden die Hauptthemen seines künstlerischen Schaffens. Graf setzte sich mit den modernen Kunstströmungen seiner Zeit auseinander. Farbe und Licht spielen in seinen Werken eine besondere Rolle.

Literatur

H.Giese, Was man sieht, ist Farbe. Ludwig Ferdinand Graf, in: Parnass, Heft I/1992, S.39-43; Die verlorene Moderne. Der Künstlerbund Hagen. 1900 - 1938, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1993; Ludwig Ferdinand Graf. 1868 - 1932, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1995, mit Lit.; Nachschlagewerke: Kosel, Thieme-Becker, Müller-Singer, Dressler, Bénézit