Giese
und
Schweiger

Hugo Charlemont

1850 Jamnitz/Mähren - 1939 Wien

Hugo Charlemont, Sohn des Miniaturmalers Matthias Adolf Charlemont und Bruder des Historien- und Genremalers Eduard Charlemont, studierte ab 1873 an der Wiener Akademie bei Eduard von Lichtenfels. Bei William Unger erlernte er die Technik der Radierung. Bald wurde er Schüler seines älteren Bruders Eduard und Hans Makarts. Ab dem Jahr 1872 war Charlemont Mitglied des Wiener Künstlerhauses, an dessen Ausstellungen er sich regelmäßig beteiligte. Studienreisen führten ihn nach Holland, Deutschland und Italien, mehrere Jahre hielt er sich in Venedig auf. Charlemont war ein vielseitiges Talent. Seine Themen waren große Stillleben, Blumen- und Fruchtstücke, Innenräume und Werkstätten der österreichischen Großindustrie, Tierbilder, Landschaften und Porträts. Er schuf auch eine Reihe von Wand- und Deckengemälden. Er war auch Mitarbeiter des sogenannten Kronprinzenwerkes über die Österreichisch- Ungarische Monarchie. Auszeichnungen - 1891 erhielt er die II. Medaille in München und 1897 die Kleine Goldene Staatsmedaille - begleiteten seine künstlerische Arbeit. Die Kunst seines Lehrers Hans Makart prägte seine Arbeit ebenso wie der Stimmungsimpressionismus, den er durch eine neue, farbkräftigere Palette bereicherte.

Literatur

Nachschlagewerke: Thieme-Becker, Boetticher, Schmidt, Kunst des 19. Jahrhunderts-Bestandskatalog der Österreichischen Galerie in Wien