Giese
und
Schweiger

Markus Prachensky

1932 Innsbruck - 2011 Wien

Markus Prachensky wurde 1932 in Innsbruck als Sohn des Malers und Architekten Wolfgang Nicolaus Prachenksy geboren. Im Jahr 1952 zog er nach Wien, um dort, auch auf Wunsch seines Vaters, ein Architekturstudium an der Akademie der Bildenden Künste zu beginnen. Bereits ein Jahr später begann er an der Akademie ein Studium der Malerei und wurde im Folgenden Teil der Meisterklasse von Albert Paris Gütersloh. In seine Zeit an der Akademie fällt ebenso der Beginn seiner Freundschaft mit den Künstlern Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer. Seine Arbeiten präsentierte Prachensky zum ersten Mal 1955 in der nur ein Jahr zuvor von Monsignore Otto Mauer gegründeten Galerie St. Stephan im Rahmen einer Gruppenausstellung. Als er 1956 gemeinsam mit Hollegha ein Atelier in der Liechtensteinstraße bezog, nahm die Gründung der Gruppe St. Stephan, die in den folgenden Jahren nicht nur das Programm der Galerie, sondern auch die Entwicklung der zeitgenössischen österreichischen Kunst maßgeblich mitbestimmen sollte, konkrete Formen an. Nach einer Vielzahl an Einzel- und Gruppenausstellung in Wien, Deutschland und Frankreich, bespielte Prachensky 1967 den österreichischen Pavillon der Weltausstellung in Montreal. Im selben Jahr übersiedelte der Künstler nach Los Angeles und unternahm in den folgenden Jahren und Jahrzehnten etliche Reisen rund um den Globus. 1971 kehrte er nach Europa zurück. Von 1983 bis 2000 hielt Prachensky außerdem eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, 1992 wurde er zudem mit der Großen Ehrenmedaille der Stadt Wien ausgezeichnet. Das Belvedere präsentierte 2002 zum 70. Geburtstag des Künstlers eine umfangreiche Retrospektive, 2012, und damit ein Jahr nach dem Tod Prachenskys, zeigte das Danubiana Meulensteen Art Museum in Bratislava, anlässlich seines 80. Geburtstages, eine Hommage an den Künstler.

Literatur

Markus Prachensky. Eine Retrospektive, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 2002 (mit umfangreicher ausgewählter Bibliographie)