Giese
und
Schweiger

Leopold Kupelwieser

1796 Markt Piesting - 1862 Wien

Leopold Kupelwieser wurde 1796 in Niederösterreich geboren und erhielt schon ab 1809 Unterricht in der Wiener Akademie. Zunächst dem Wiener Klassizismus nahe, wurde Kupelwieser im Zuge eines Rom-Aufenthaltes im Jahr 1824 von den Nazarenern um Friedrich Overbeck beeinflusst. Zurück in Wien etablierte er sich als Porträt- und Historienmaler. Als Mitglied des Freundeskreises um Franz Schubert, den „Schubertianern“, die sich im Sommer häufig im Schloss Atzenbrugg aufhielten, fertigte Kupelwieser einige Werke von Schubert und dessen Freundeskreis an. Seit dem Jahr 1831 war Kupelwieser Korrektor und ab 1836 Professor für Historienmalerei an der Wiener Akademie und beschäftigte sich zunehmend mit religiösen Motiven und Freskenmalerei. 1850 wurde dem Künstler das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens verliehen. Zu den Hauptwerken Kupelwiesers gehören religiöse Altarbilder und Fresken, die für Kirchen in und um Wien geschaffen wurden.

Literatur

Constantin von Wurzbach, "Kupelwieser, Leopold", in: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, 13. Theil, Wien 1865, S. 392–396; Bernhard Grueber, "Kupelwieser, Leopold", in: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB), Bd. 17, Leipzig 1883, S. 405–407; Rupert Feuchtmüller, "Kupelwieser, Leopold", in: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL), Bd. 4, Wien 1969, S. 359 f.; Rupert Feuchtmüller, Leopold Kupelwieser und die Kunst der österreichischen Spätromantik, 1970