Otto Friedrich, der 1862 im ungarischen Raab geboren wurde, studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste unter August Eisenmenger sowie an der Münchner Akademie unter Wilhelm von Lindenschmidt. In den Jahren 1891 bis 1894 unternahm er ausgedehnte Studienreisen nach Paris, Spanien und Nordafrika, 1896 ließ er sich dauerhaft in Wien nieder und war ab 1897 Lehrer an der Wiener Frauenakademie. 1897 zählte Otto Friedrich auch zu den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession, für die Secessions-Zeitschrift „Ver Sacrum“ fungierte er als Schriftleiter. Parallel zur Entstehung der Wiener Secession veränderte er sich auch künstlerisch und gab die Historienmalerei auf. Seine Arbeiten, oft Porträts und Landschaften, betonen nun mehr und mehr dekorativ-flächige Qualitäten der Malerei. Otto Friedrich zählt heute zu den bedeutenden Vertretern des Wiener Jugendstils. Zwei Damenporträts aus der Zeit 1900/1908 befinden sich in der Sammlung der Österreichischen Galerie Wien.
Literatur
Ausstellungskatalog Wien-Berlin, Kunst zweier Metropolen, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 2014, S.367 (Kat. Nr. 2 und 3)
Literatur
Ausstellungskatalog Wien-Berlin, Kunst zweier Metropolen, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 2014, S.367 (Kat. Nr. 2 und 3)
