Eduard Kurzbauer 1840 Wien-1879 München
Junge Münchnerin in Tracht, 1877
Öl auf Leinwand
70 x 55,5 cm
rechts oben signiert, bezeichnet und datiert: "E. Kurzbauer, München 1877"
Literatur
B. Grimschitz, "Österreichische Maler vom Biedermeier zur Moderne", Wien 1963, Kat. Nr. 28 (Abb.)Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Dr. Johannes Pietsch / Kurator Bayr. Nationalmuseum >>> Abgesehen davon, dass es mit der „echten“ Tracht ja so eine Sache ist, scheint es sich hier nicht um eine spezifische Kleidung...
Dr. Johannes Pietsch / Kurator Bayr. Nationalmuseum >>>
Abgesehen davon, dass es mit der „echten“ Tracht ja so eine Sache ist, scheint es sich hier nicht um eine spezifische Kleidung eines bestimmten Gebiets zu handeln. Eher wird der städtische Blick auf eine ländliche Idylle spürbar. Auch sind die Einzelbestandteile der dargestellten Kleidung nicht einheitlich, sondern bunt zusammengewürfelt. So sind Silbergeschnür und Kropfkette eher etwas für den Sonntagsstaat, während zum Mieder nur ein Hemd und eine ganz einfach Schürze kombiniert werden. Außerdem entspricht die sehr lockere Schnürung der Silberkette nicht der Art, wie sie wirklich getragen wurde, sondern scheint eher vom Künstler selbst gestaltet worden zu sein.
Ich hoffe, diese kurzen Ausführungen helfen Ihnen weiter.
Mit besten Grüßen aus München
Johannes Pietsch
Dr. Johannes Pietsch
Konservator
Referent für Textilien, Kostüme, Leder und Trachten
Abgesehen davon, dass es mit der „echten“ Tracht ja so eine Sache ist, scheint es sich hier nicht um eine spezifische Kleidung eines bestimmten Gebiets zu handeln. Eher wird der städtische Blick auf eine ländliche Idylle spürbar. Auch sind die Einzelbestandteile der dargestellten Kleidung nicht einheitlich, sondern bunt zusammengewürfelt. So sind Silbergeschnür und Kropfkette eher etwas für den Sonntagsstaat, während zum Mieder nur ein Hemd und eine ganz einfach Schürze kombiniert werden. Außerdem entspricht die sehr lockere Schnürung der Silberkette nicht der Art, wie sie wirklich getragen wurde, sondern scheint eher vom Künstler selbst gestaltet worden zu sein.
Ich hoffe, diese kurzen Ausführungen helfen Ihnen weiter.
Mit besten Grüßen aus München
Johannes Pietsch
Dr. Johannes Pietsch
Konservator
Referent für Textilien, Kostüme, Leder und Trachten