FRÜHJAHRSAUSSTELLUNG 2026
Was ist es denn, was an der Kunst so große Freude macht? Das ästhetische Erleben? Die malerische Qualität? Das Motiv? – Sicherlich alles zusammen, aber es gibt noch mehr. Etwa die Frage nach dem Warum und Warum-gerade-so. Oder – was steckt dahinter? Was verbirgt sich hinter dem Sichtbaren?
Ein Kunstwerk lässt viele Deutungsmöglichkeiten zu. Wahrscheinlich so viele, wie es Deuter gibt. Die absolute Wahrheit ist auch in Sachen Kunst Illusion. Wir haben immer wieder erkennen können, dass sich Interpretationen ändern, dass es darauf ankommt, wer wann und in welcher Befindlichkeit nachfragt, und: dass ein Kunstwerk viele Antworten hat. Das hat nichts mit Beliebigkeit zu tun, sondern mit der immer wieder gemachten Erfahrung, dass sich erst im Betrachter das Kunstwerk vollendet. Fast könnte man – Christian Morgenstern abwandelnd – sagen: „Erst das Auge schafft die Kunst.“ Diese Erkenntnis befeuert, fördert sie doch jeden ernsthaften Zugang. Unsere den Kunstwerken in diesem Katalog beigefügten Texte sind Anleitungen, mögliche Interpretationen, aber nicht die alleinige Wahrheit. Sie sollen helfen, ein wenig einzudringen in die Welt der Bilder. Sie sind Vorschläge, die jedoch jederzeit variiert, verworfen oder aber auch für gültig gehalten werden können. Und sie sollen ein geneigtes Publikum für die Sache der Kunst gewinnen helfen.
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Andreas LachKleines Sträußchen mit Trauben, um 1840Öl auf Leinwand39 x 32 cmrechts unten signiert: "A. Lach" -
Rudolf Junk"Steinbruch Klein Wien bei Krems", 1906Öl auf Leinwand50,5 x 70 cmrechts unten signiert und datiert: "R Junk [19]06"; rückseitig auf altem Etikett betitelt und datiert: "August 1906", Ausstellungsetikett des Künstlerhauses von 1906 mit der Nummer 741 -
Friedrich von AmerlingMarie Bartak, 1849Öl auf Leinwand
63 x 49 cm -
Gelitin (früher Gelatin)Ohne Titel (#1649), 2012Plastilin und Wachs auf Platte138 x 160 x 55 cmrückseitig bezeichnet und datiert: "#1649 2012" -
Theodor von HörmannStudie zum "Dorfbrand", um 1887/1888Öl auf Holz12,5 x 22 cmrückseitig betitelt -
Tina BlauHofansicht des Mondscheinhauses mit dem Fruhwirtshaus (Technikerstrasse), um 1890Öl auf Holz22,8 x 30,5 cmrückseitig Signaturstempel und Bezeichnung "No. 34" sowie auf teilweise erhaltenem Etikett bezeichnet: "Tina Blau, Alter Hof ... Karls ..."; am originalen Rahmen Klebeetikett des Wiener Künstlerhauses: "1917 / 1553"; ebenda Sammlungsetikett "Walter Taussig 320 Riverside Drive New York, N.Y. 10025" -
Rudolf von AltStift Melk vom Westen, frühe 1840er-JahreAquarell auf Papier15,2 x 21,6 cmrechts unten signiert: "R Alt"
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Rudolf von AltInnenhof des Dogenpalastes in Venedig, 1864Aquarell auf Papier auf Karton38,9 x 52,7 cmLinks unten signiert und datiert: „R. Alt 1864“ und die Nummer 94, rechts unten Sammlungsstempel Lobmeyr, rückseitig handschriftlich: „RL 01125“ und Rundetikett: „Sammlung Leopold II 763“ -
Otto BarthEinsame Spur (bei Mitterndorf im Ausseerland), vor 1913Öl auf Leinwand86 x 86 cmrechts unten signiert: "OTTO BARTH"; rückseitig auf Ausstellungsetikett des "Künstlerbund Hagen Wien I" betitelt: "Bei Mitterndorf" -
Wolfgang Hollegha"Madrid", 1986Öl auf Leinwand250 x 260 cmrechts unten signiert: "Hollegha" -
Tobias Pils"Georges Braque", 2005Öl auf Leinwand160 x 100 cmrückseitig signiert "T. Pils", datiert "2005" sowie betitelt "Georges Braque" -
Max Weiler„Stehende Form“, 1957Öl und Eitempera auf Leinwand80 x 80 cmRückseitig am Keilrahmen bezeichnet: "Stehende Form 1957" -
Lena GöbelFinger, Sie haben kein Gehirn 4, 2023Öl und Holzschnitt auf Papier auf Leinwand150 x 120 cmrückseitig signiert und datiert: "Lena Göbel 2023"
